Futsch Blues

Gestern war ich ein reicher Mann.
Gestern war ich ein reicher Mann,
Ich sag‘s dir, da war ich ein reicher Mann.

Der Boss hatt‘ mirn paar Scheinchen gibbt und
nen Scheck mit ner 1 und paar Nullen dran.
Ich sag euch, der Boss, das ist ein guter Mann!

Gestern war ich ein reicher Mann.
Gestern war ich ein reicher Mann,
hört gut zu,
gestern war ich kein Leichenmann.

Gestern hatt ich paar Gramm Sonnenschein,
die Nussknacker-Chantal und die Susi mit der Milch.
Zwei, drei Runden Dom Perigon,
wir hamms waagrecht gemacht.

Gestern war ich ein reicher Mann.
Gestern war ich ein reicher Mann
und heute – na klar! –
heute ist die ganze Knete weg, weg.

Schlagt mich tot, schlagt mich platt,
keine Ahnung was geschehen ist,
hab nen Filmriss wie einst der Hasselhoff,
aber eins, dass weiß ich noch:

Gestern, war ich ne Art Millionär,
aber jetzt sind alle Taschen leer.
Ich bin des Glúckes Nachgeburt,
pleite wie der Schlecker.

Einst hatt ich nen Scheck mit paar Nullen dran,
nun sind alle Flocken futsch,
meine Fresse schmeckt nach altem Húhnerdreck,
der Schädel knattert wie ein Diesel.

Weißt du worauf ich gehe?
Weißt du worauf ich gehe?
Weißt du worauf ich geeeehe?
Rätst du es?
Ich gehe auf der Straße, Baby,
die es schon seit Adam und Eva gibt,
immer entlang, entlang.

Alles ist Straße, Baby,
alles ist Straße, Baby.
Das Glück is ne Straße, Baby.
Und das Elend auch.

Das Elend auuuuuch….

Wahlkonsequenz

Die Webseite der kanadischen Einwanderungsbehöre ist nach Bekanntwerden der ersten Hochrechnungen zusammengebrochen. Jetzt muss schnell gehandelt werden. Die USA müssen offiziell zu einem sicheren Herkunftsland erklärt werden, sonst droht uns eine Flüchtlingswelle aus dem Westen. So leid es mir für die Demokraten tut, aber wir haben hier genug eigene Probleme.

Widrigkeit 2

Das Leben ist ein mehr oder weniger langer und ziemlich ruhiger Fluss, aber nicht, wenn man gerade vom Friseur kommt. Dann ist es nichts mit der inneren Ruhe. Meine Friseurin kennt nämlich jene nützlich-komfortable Mitte zwischen Strangulation (per Halsschutzkrause) und Laissez-faire (Kragenlockerung) nicht, so dass nach jedem Besuch Tausende von kleinen, grauen Haarspießen meinen Nacken piesacken. Da hilft kein noch so sorgfältiges Abwedeln, nur hastige Dusche und T-Shirtwechsel und wehe, man hat dafür keine Zeit! Ich habe ihr schon mit Trinkgeldentzug gedroht und Schlimmeren, so geht das nicht weiter, habe ich ihr gesagt, ich dreh noch durch – aber sie nimmt mich offenbar nicht ernst – immer und immer wieder nicht – und behauptet, es gäbe für manche Probleme nun einmal keine Lösung.

Es ist schwer zu akzeptieren, da man ja zahlender Kunde ist und so, aber dann sehe ich, dass meine Frisur wirklich super ist, ich sehe super aus, muss man wirklich sagen und ich beuge mich widerwillig der Erkenntnis. Manche Probleme kann man einfach nicht lösen. Kann man nicht. Muss man hinnehmen.

#TeamDuterte

„Nach einer üblen Beleidigung hat US-Präsident Barack Obama sein geplantes Treffen mit dem philippinischen Staatschef Rodrigo Duterte abgesagt. Das teilte ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates der USA mit. Duterte hatte Obama zuvor als „Hurensohn“ bezeichnet und damit gedroht, ihn bei dem bevorstehenden Treffen am Dienstag in Laos weiter zu beschimpfen.

Am Dienstag hieß es in einem Statement Dutertes, man bedauere, dass die „Hurensohn“-Beleidigung als persönlicher Angriff auf Obama rüberkam.“

Wieviel diplomatische Inkompetenz kann sich eine Weltmacht eigentlich leisten? Wieviel diplomatische Inkompetenz ist überhaupt noch glaubhaft? Was für ein perfides Spiel spielen die Amis? Wurde hier ein Begriff, der ungebrochene Lebensfreude und recht eigentlich sogar Bewunderung zum Ausdruck bringt (Hurensohn), absichtlich falsch verstanden, um unbequemen Gesprächen aus dem Wege zu gehen? Sollen auf internationaler Ebene innovative Kommunikationsstrategien im Keim erstickt werden, um auf weitere Jahrzehnte die hermeneutische Weltherschaft zu festigen?

Warum muss Präsident Duterte Selbstverständliches klarstellen? Warum konnte Obama nicht einfach mit einem herzlichen Duterte, du alter Wichser! kontern um dann in den konstruktiven Dialog einzusteigen?

Schlucken ist Vertrauenssache

Als ich vor einigen Tagen las, dass die aktuelle Werbung des Smoothie-Herstellers True Fruits sittlich heftigst inkriminiert würde, landete die Meldung umgehend in meinem sub-cortikalen Spam-Ordner. Irgendwelche nassforschen Werbefutzis hie, die üblich-erregten Sittenwächter da – wen sollte ihr bilaterales Dünnbrettbohren interessieren? Ich nahm die Sache auf die leichte Achsel.

Erst als meine Frau mir erklärte, die Kampagne sei assoziationstechnisch geeignet, ihr persönlich gleich zwei Vergnügen – von denen mindest eins auch mein Vergnügen sei – gründlich zu verderben, war auch ich bereit, mich zu empören. Was erlauben True Fruits? Stausamen und Klumpsperma? Abgestandenes und Übriggebliebendes! Hätten die ihre Geheimrezeptur nicht geheim halten können? Jetzt herrscht Magenfläue vor und überall heißt es Örks!

Um einer Überreaktion vorzubeugen, werde ich vorerst den Smoothie-Bedarf meiner Frau höchstselbst befriedigen. Da kann sie dann sicher sein, dass nur frische, streng selektierte Zutaten Verwendung finden: naturreines Kokoswasser, Mangos auf dem Reifeklimax, Vanillemark aus Madagaskar, Bio-Ingwer, zwei-drei Chiliflöckchen und ein Messerspitzchen Kokosblütenzucker. Das ist ein verdammt leckerer Smoothie, sag ich Euch!

Und das wird schon wieder mit den Assoziationen und den zwei Vergnügen! Time is on my side.

 

PS. Wurde eigentlich schon der vielfaltverachtende Heterozentrismus der True Fruits-Reklame angeprangert? Was frage ich, sicher glühen schon längst alle LGBT-Drähte weiß, nicht wahr?